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Mein Kind hat Anzeichen einer Depression

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Mein Kind hat Anzeichen einer Depression

Gelöschte Nutzende 17.01.2026 11:19
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Unsere Tochter, 15, hat ihr Verhalten seit letztem Jahr verändert. Sie war noch nie ein Fan von der Schule, hat sich aber immer durchgeschlagen. Die Noten waren nicht immer die besten es bestand aber nie eine Versetztungs Gefährdung. Sie geht auf ein Gymnasium (sie hatte eine Empfehlung für Gymnasium und hat sich selber dafür entschieden). Letztes Jahr vor den Sommerferien wurden die Noten zum ersten mal auffällig, so das die Schule nach einem Gespräch gesucht hat. Wir konnten das Problem in den Griff bekommen und so ist sie wieder durchgekommen. Wir dachten das sie in den Sommerferien abschalten kann und im Herbst mit neuer Energie starten kann. Sie hatte zwar schöne Ferien gehabt, war viel mit Freunden unterwegs, auch mit uns im Urlaub, es hat ihr alles wirklich Spaß gemacht. Dann fing die Schule wieder an und alle Probleme waren wieder da, nichts hat sich geändert, sie hat immer mehr die Lust auf Schule verloren. Nun hat sie ziemlich schlechte Note in der Klausur gehabt, es gab ein Gespräch mit der Lehrerin und mir und es gab Lösungsvorschlag. Nur interessierte es meine Tochter nicht. Sie hat für die Klausuren immer auf den letzten Drücker gelernt, weil sie sich nicht motivieren konnte etwas für die Schule zu machen, hat danach schlechte Noten geschrieben und wurde noch unmotivierter. Sie fing an sich immer mehr zu verschließen. Sie war immer in ihrem Zimmer oder mit Freunden unterwegs. Sie möchte nicht das wir ihr Zimmer betreten, ist ihre Privatsphäre. Ihr Zimmer hat sie aber auch ziemlich vernachlässigt, Klamotten, Mülltonne ist voll, Geschirr und Snack. Wir können sie nicht dazu bringen aufzuräumen oder für die Schule zu lernen. Sie hat keine Aufgaben im Haushalt weil sie alles überfordert. Wir haben viel Verständnis gezeigt und ihr Freiraum gegeben. Sie hat angefangen die Schule zu verpassen. Mal zu spät aufgestanden und Bus verpasst, mal Kopfschmerzen, mal Bauchschmerzen mit Übelkeit. Nun haben die seit letztes Jahr Herbst, Schwimmunterricht. Damit hat sie sofort Problem gehabt und geschafft mit unterschiedlichen Mitteln nicht am Schwimmunterricht teilzunehmen. Es wurde immer schlimmer, sie hatte keine Freude mehr an den Sachen, die ihr früher Spaß gemacht haben (Ausflüge, Weihnachten, Weihnachtsmarkt, zusammen kochen oder backen, Spieleabend, Filmabend, zusammen mit dem Hund rauszugehen, Urlaub. Sie wird in ein paar Wochen 16 und möchte ihren Geburtstag nicht feiern, hat nur eine Einzige Sache als Geschenk gewünscht ansonsten nichts, möchte nicht Essen gehen und auch nicht abends als Familie besonderes Abendessen). Nach einem Gespräch mit ihr habe ich mich auf die Such nach einem Therapeuten gemacht, erst Wochen später haben wir einen Termin für Erstgespräch bekommen. Da hat sie selber viel Hoffnung rein gesetzt. Gespräch verlief gut (was sie mit Therapeutin besprochen hat, weiß ich nicht) aber das Gespräch zusammen war gut. Die Therapeutin hat gesagt das sie Anzeichen einer Depression hat und auf jeden Fall Bedarf bestehen würde. Normale Wartezeit wäre ein Jahr, bei meiner Tochter sieht sie aber Dringlichkeit und würde schon in 2 Monatan starten. Danach kam Wochenende und dann wieder die Schule und sie hat zum ersten Mal die Schule komplett verweigert, sie sagte sie schafft es nicht in die Schule zu gehen. Nach kurzem Gespräch mit der Therapeutin haben wir sie ärztlich für eine Woche krankschreiben lassen um den Druck zu nehmen. Die Therapeutin hat aber Vorgaben gemacht wie diese Woche ca. ablaufen sollte. Meine Tochter läuft wie ein Gespenst, man sieht sie kaum, sie redet nicht mit uns, nur wenn es was neutrales ist, wenn ich nicht aufpasse dann isst sie nichts. Sie hält sich nicht an die Vorgabe und macht auch nichts in ihrem Zimmer. Mir geht es langsam an die Substanz, ich verliere Appetit, habe oft ein Klos im Hals und würde am liebsten die ganze Zeit weinen, mein Magen ist ziemlich schwer, ich gehe mit Gedanken an sie schlafen und stehe mit Gedanken an sie auf. Ich hatte ein Gespräch in der Schule gehabt um die Situation aufzuklären, das Gespräch verlief sehr gut, Lehrer waren dankbar für das Gespräch und haben Druck rausgenommen. Das Gespräch fand ohne meine Tochter statt, damit ich offen reden konnte. Danach berichtete ich ihr von dem Gespräch und dem Ergebnis, sie war gar nicht begeistert, sie fand die Lehrer verlogen, das sie nicht mit ihr gesprochen haben bzw. ihr Druck gemacht haben und bei mir plötzlich so offen waren. Ich habe wirklich Angst wie es nach dieser Woche weiter gehen soll, ich komme an sie gar nicht mehr ran.